Online-Marketing Strategie

Im Rahmen der Online-Marketing Strategie sind eine Reihe Fragen zu klären. Man spricht auch von der Erarbeitung eines sog. „Strategie Frameworks“ (vgl. Schnurrenberger 2021, S. 15ff.).

Folgendes Beispiel zeigt, wie dies für ein kleineres Beratungsunternehmen aussehen könnte:

Fiktives Beispiel für ein kleines Beratungsunternehmen: Strategisches Framework für das Online-Marketing (Schnurrenberger 2021, S. 15)

Allgemeiner formuliert, geht es um folgende Fragen:

Zielgruppen-/Segmentierung/Parzellierung: Welche Zielgruppen bzw. Segmente sollen angesprochen werden? Unter einem „Markendach“ (URL) oder unter verschiedenen?

Positionierung: In welcher „Liga“ soll gespielt werden? WER sind relevante Wettbewerber (Evoked Set, Consideration Set)?

Wettbewerbsorientierung (Rollen): Welche wettbewerbsorientierte Rolle soll eingenommen werden? „Platzhirsch“, Herausforderer, „Me too – Windschattensegler“ oder „Außenseiter“? Was soll „Alleinstellungsmerkmal“ sein?

Marktstimulierung (Bedürfnis/Motivansprache): Welche der folgenden Motive/Bedürfnisse der Besucher sollen bedient werden (nach Prioriäten)?

  • Konkrete Problemlösung, Hilfe, Unterstützung
  • Information / Wissen
  • Kommunikation / Kontakt / Zugehörigkeit
  • Wirtschaftlichkeit / Sparsamkeit
  • Prestige / Status / soziale Anerkennung
  • Erregung / Neugier / Abwechslung
  • Mobilität
  • Gesundheit
  • Angst/Furcht (Vermeidung)

Make or Buy / Beschaffung, Produktion: Erstellung / Pflege / Betrieb – Inhouse oder durch externen Dienstleister? Unterschieden nach operativen Aufgabenbereichen?

Technologieorientierte Strategie: Auf welche Technologie / Softwarelösung soll gesetzt werden? „Baukastensystem“ vs. Freie Installation, Minimalismus vs. „Kathedrale“?

Funktions-Struktur / Rollen-Struktur der Präsenz(en): Architektur bzw. „Aufbauorganisation“. Auf welchen Kanälen, Präsenzen etc. vertreten sein? Welche Funktionen (vgl. User-Motive) sollen jeweils übernommen werden? Haupt- vs. Satellitenseiten?

Marktfeld-Strategien:

  • Optimierung,
  • Produktentwicklung (neue Funktionen/Features),
  • Marktentwicklung (neue ZG, Länder),
  • Diversifikation (komplett neue „Standbeine“ (Themenpräsenzen))

Marktareal-Strategie: Internationalisierung: Welche Ländermärkte sollen angesprochen werden? Undifferenzierte oder differenzierte Ansprache (Sprache, URL etc.)? Einordnung zwischen „Passiver vs. Aktiver“ Internationalisierung/E-Commerce?

Innovations-Timing-Strategie: First Mover vs. Follower oder „Ignorant“ im Wettbewerbsumfeld (vgl. auch Positionierung bzw. wettbewerbsorientiere Rolle)? Bzgl. Funktionen, Technische „Gimmicks“, Kanäle und Plattformen etc.

Die Klärung o.g. Fragen schaffen sozusagen die „Leitplanken“ innerhalb denen die Online-Marketing Taktik bzw. der Einsatz operativer Instrumente zum tragen kommt.